Jagen ist für die Clankatzen überlebenswichtig- sie wollen schließlich nicht wie verweichlichte Hauskätzchen Menschnfraß fressen!
Katze, Hauskatze, Garten, Junge Katze
Mäuse jagen:
In die Kauerhaltung fallen und das ganze Gewicht auf die Hinterbeine verlagern, um sich dann damit auf die Maus stürzen zu können. Der Schweif muss dabei knapp über dem Boden getragen werden und darf kein Laub oder Staub aufpeitschen, egal wie sehr die Aufregung in den Adern pulsiert. Mit den Schnurrhaaren können Unebenheiten des Bodens erspürt werden. Den richtigen Moment abpassen, auf die Maus springen, sie hochwerfen und mit einer Kralle durchbohren oder mit dem Maul auffangen und sie mit einem schnellen Nackenbiss töten. 

Kaninchen / Hasen jagen:
Möglichst leise die Distanz verringern, wobei die Schnurrhaare das Schleichen erleichtern können, indem sie Unebenheiten des Bodens erspüren. Kaninchen sind schnell, also muss der Jäger noch schneller sein. Das bedeutet, auf keinen Fall zu zögern. Im richtigen Moment auf das Kaninchen zusprinten, es wenn nötig müde jagen oder überraschen. Umso dichter der Körper beim Rennen am Boden gehalten wird, desto schneller tragen die Pfoten! Der Jäger sollte versuchen, sich von oben auf das Kaninchen zu stürzen und es zu Boden zu ringen, um es dann schnell mit einem Biss ins Genick töten. Man sollte große Vorsicht vor den Hinterläufen und den scharfen Krallen des Kaninchens walten lassen.

Fische fangen:
Fische können auf zwei Arten effektiv gejagt werden. Entweder der Jäger setzt sich an den Rand des Ufers und bewahrt völlige Ruhe. Hier müssen die Tugenden der Geduld, der Schweigsamkeit und der Beobachtungsgabe geschult werden. Die Sonne darf den Schatten des Jägers nicht auf das Wasser werfen, denn sonst bemerken die Fische die drohende Gefahr und werden sich nicht nähern. Kommt ein Fisch nah genug heran, muss der Jäger blitzschnell zuschlagen und den Fisch mit den Krallen aus dem Wasser schaufeln, ehe er an Land mit einem schnellen Biss getötet wird. Da das Licht von der Wasseroberfläche gebrochen wird, kann das Auge den Jäger trügen. 
Für die zweite Möglichkeit, Fische zu jagen, begibt sich der Jäger ins Wasser. Ach hier muss er sich zunächst ruhig verhalten und möglichst wenige Strömungen erzeugen, sobald er unter Wasser ist. Mit den Schnurrhaaren kann man nach Bewegungen im Wasser fühlen und wenn man merkt, dass der Fisch nah genug ist, muss schnell gehandelt werden! Die Augen werden von keiner Lichtbrechung beeinträchtigt, dafür muss man aber ein ausgezeichneter Schwimmer sein und mit wenigen, kraftvollen Bewegungen den Fisch mit Krallen und Zähnen fangen und gut festhalten, bis man wieder an Land ist.

Vögel in/auf Bäumen jagen:

Vögel haben den Vorteil, oft von erhöhten Positionen Gefahr sehr früh erkennen zu können und einfach davon zu fliegen. Deshalb muss der Jäger besonders auf seine Umgebung achten und jede Deckung so gut es nur geht ausnutzen. Er muss aufmerksam sein und jede kleine Regung des Vogels genau analysieren, um sich nur dann lautlos zu nähern, wenn der Vogel unaufmerksam ist. Mit einem perfekt gezielten, hohen Sprung auf den Vogel stürzen, bevor oder während er in die Luft aufsteigen will und ihn zu Boden drücken. Er sollte schnell getötet werden, bevor er sich doch noch befreit oder sich mit seinem Schnabel zur Wehr setzt. Vögel auf erhöhten Ästen und Zweigen lassen sich leicht in Gruppen jagen, indem sie in die Richtung des Jägers aufgescheucht werden. Hier muss der Jäger kräftige Sprunggelenke beweisen, um sich in die Luft zu katapultieren. Mit gezielten Bissen kann man die Vögel aus der Luft holen. Im Zweifelsfall immer auf die Flügel zielen, denn ein flugunfähiger Vogel ist leichte Beute. 

Fledermäuse in Höhlen jagen:

Höhlen sind zumeist dunkel, so dass der Jäger sich nicht nur auf seine Augen verlassen sollte. Stattdessen sollte er sein Gehör schulen und mit Schnurrhaaren nach Luftströmungen fühlen. Auch hier ist Geduld das Zauberwort zum Erfolg. Kommt man sich zunächst blind vor, muss man ein Gespür dafür entwickeln, wann eine Fledermaus einen überfliegt und sich ähnlich wie bei der Vogeljagd im richtigen Moment senkrecht in die Luft katapultieren, um diese mit einem gezielten Biss aus dem Flug zu schnappen. Seine Sinne auch in der Finsternis zu schärfen, kann sich lohnen!


Eidechsen, Schlangen und andere Reptilien:

Reptilien reagieren weniger stark auf Geräusche, sondern eher auf Bewegungen. Es ist wichtig, möglichst leise zu sein, aber noch wichtiger ist es, sich der Eidechse oder der Schlange mit ganz langsamen, fliessenden Bewegungen zu nähern, die in keiner Weise ihren Flucht- oder Abwehrreflex reizen dürfen. Ruckartige Regungen, auch das unnötige Zucken der Ohren oder das Peitschen des Schwanzes sind unbedingt zu vermeiden. Kommt man der Beute mit Gemächlichkeit und Geduld Stückchen für Stückchen näher, kann man die Distanz auf ein Minimum verringern. Eine Eidechse sollte mit einem finalen Sprung und einem schnellen Biss in den Nacken getötet werden, Schlangen sind mit ihren Zähnen und ihrer Wendigkeit aber noch etwas tückischer zu bezwingen. Ihre Bisse können nicht nur schmerzhaft sondern auch gefährlich sein. Deshalb immer unbedingt mit den Pfoten auf den Kopf der Schlange zielen und diesen zu Boden drücken, egal wie sehr der Rest des langen Körpers sich windet. Dann den finalen Nackenbiss anwenden und ihr das Genick brechen, bevor sie sich zur Wehr setzen kann.