Forum-Breadcrumbs - Du bist hier:ForumLager: HaupthöhleSchlamm und Schatten
Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Schlamm und Schatten

,,Nein noch nicht, ich war bisher noch nicht jagen wir waren nur üben wie man es macht nur eben ohne echte Beute! Ok stelle dir vor das Blatt da hinten ist eine Maus und du willst sie fangen!“, miaute ich. Hoffentlich kann ich gut erklären… bitte lass mich nicht mäusehirnig darstellen. Komm schon Schattenpfote du kannst das! ,,Gut, und jetzt press deine Pfoten an den Bauch und gehe in eine geduckte Haltung“, miaute ich und zeigte es ihm. ,,Und jetzt achte darauf keine Geräusche zu machen und halte den Schwanz kurz über dem Boden!“

Ich stellte mich aufrecht hin, als Schatten anfing zu erklären. Ich lauschte konzentriert und hoffte, dass ich mir alles merken könnte. Ich folgte dem Blick der Schülerin und sah das Blatt. Okay, das Blatt ist eine Maus. Augenblicklich stellte ich mir eine blattförmige Maus vor. Nein, liebes Gehirn, nicht jetzt! Ich verfluchte mich selber. Warum kann ich etwas nicht einfach ernst nehmen?! Doch es half alles nicht. Ich sah nur noch eine grüne, blattförmige Maus. Ich stellte mir ein Blatt mit Schnurrhaaren und Pfoten vor. Ich unterdrückte krampfhaft ein Lachen und wendete mich ganz schnell von der Blatt-Maus ab. Einfach nicht hinschauen, dann wird alles gut. Ich hoffte verzweifelt, dass das jetzt nicht jedesmla passieren würde.

Aufmerksam hörte ich Schatten weiter zu. Die Pfoten an den Bauch pressen und ducken. Okay, das ging. Ich beobachtete Schattenpfote und sah genau zu, wie sie es machte. Keine Geräusche machen und Schwanz über dem Boden halten. das war doch eigentlich gar nicht so schwer. Ich ging langsam in eine geduckte Haltung. Ich fokusierte mich nicht auf die Blatt-Maus, denn sonst würde ich vollkommen die Konzentraiton verlieren. Ich zog meine pfoten an meinen Körper und senkte meinen Schweif. "Ist das richtig so?", fragte ich die Schülerin, während ich mich noch etwas tiefer duckte.

,,Ja, das ist richtig“, sagte ich und nickte. ,,Stellst du dir auch immer die abstrusesten Sachen vor zum Beispiel eben wenn du dir vorstellen sollst das dieses Blatt eine Maus ist? Stellst du dir dann auch sowas vor wie ein Blatt mit Pfoten und so? Oder bin ich einfach unnormal?“

Als Schatten meinte, dass ich das richtig machte, strömte Freude durch mich hinduch. Ich mache das richtig! Als Schatten weiter redete musste ich leicht grinsen. Ich doch nicht! Ich stelle mir niemals so etwas vor! "Ja, soooooo oft!", stöhnte ich lächelnd. "Ich kann mich manchmal nicht normal unterhalten, weil ich mir das einfach alles vorstelle! Du bist definitv nicht unnormal. Naja, vielleicht schon, aber dann sind Brombeere und ich auch unnormal!", meinte ich und musste an eine überdimensionale Funkelstern denken. "Hilfe, die Blatt-Maus rennt weg!", rief ich mit einem lachen, als der Wind das Blatt weg wehte. Ich konnte mir ihre kleinen Pfoten vorstellen, die hilflos in der Luft ruderten. Ihre Schnurrhaare wackelten und ihre winzigen Ohren stellten sich auf. Mit einem Lachkrampf schaute ich schnell wieder weg.

,,Ich liebe es mir Geschichten auszudenken. Ich weiß das es noch Ewigkeiten dauern wird, aber wenn ich mal Älteste sein sollte möchte ich den Jungen dann die schönsten und magischsten Geschichten erzählen, ob sie nun tatsächlich wahr sind oder nicht ist mir gleichgültig!“, miaute ich. Ich sah der Blatt-Maus schnurrend hinterher. Dann sah ich zurück zu Schlammpfote. ,,Sind wir eigentlich… Freunde?“, fragte ich den Bruder meines besten Freundes.

Als Schatten von ihrer Vorliebe erählte, musste ich lächeln. Ja, Geschichten waren toll. Ich konnte mir auch gut vorstellen, wie die Jungen Schattenpfotes Worte lauschen würden. Sie konnte nämlich sehr gute Geschichten erzählen. Als sie meinte, dass es egal war, ob sie magisch oder nicht waren, nickte ich. Das stimmte, eigentlich war es egal. Fast jede Geschichte hatte eine Botschaft und die änderte sich nicht wirklich, wenn sie jetzt vielleicht nicht wahr war. Und solange sie gut erzählt wurde, war alles okay. Wobei... eigentlich macht das schon einen Unterschied. Denn man sollte keine Lügen erzählen oder Gerüchte verbreiten. Okay, es ist so lange egal, wenn die erfundene Geschichte niemanden schadet. Dann fragte mich die Kätzin eine ganz andere Frage.

"Sind wir eigentlich... Freunde?", wollte Schattenpfote wissen. Ich schaute sie üerrascht an. Die Frage kam unerwartet. Waren wir Freunde? "Ja, also ich denke schon", meinte ich und blickte sie fröhlich, aber auch ein bisschen unsicher an. "Also ich finde wir sind Freunde", sagte ich dann selbstbewusst. Bei meiner nächsten Frage war mein Selbstbewusstsein aber auch schon wieder verschwunden. "Und was denkst du?"

,,Ja!“, miaute ich überschwänglich. ,,Du bist laut Abendpfote der beste Bruder den man sich wünschen kann! Und Abendpfote ist mein bester Freund da ist es Adolph schön wenn du auch mein Freund bist!“ Ich trat von einer Pfote nervös auf die Andere. 

Als Schattenpfote mit einem lauten Ja antwortete, stellten sich meine Ohren erfreut auf. Danach meinte sie, dass ich laut Abendpfote der beste Bruder wäre, den man sich wünschen konnte. Ich schaute sie etwas erstaunt an. Das hatte er gesagt? Ich freute mich ungemein darüber, denn ich hatte immer das Gefühl gehabt vielleicht nicht ganz so gut anzukommen. Schatten sah ein bisschen nervös aus, weshalb ich mit meiner Antwort nicht lange wartete. "Dann sind wir ab jetzt ofiziell Freunde!", verkündete ich mit leuchtenden Augen.

Meine Miene hellte sich schlagartig auf. ,,Wie gehts denn Abendpfote so?“, fragte ich und starrte auf den trockenen Boden und tat so als wäre unglaublich spannend. Dann wurde mir klar das das bescheuert aussah und fing an meine Pfoten anzustarren und damit die Erde zu zerkratzen. Dies war aber auch seltsam und so sah ich wieder auf aber auf einen Punkt über Schlammpfotes Kopf. 

(Ich stelle mir das so mega cuuuuute vor 😀 )

 

Ich schnurrte immer noch, als Schattenpfote eine weitere Frage stellte. Wie es Abendpfote denn so geht? Die Frage war auch ein bisschen komisch. Noch komischer benahm sich allerdings Schattenpfote. Still beobachtete ich sie. Sie sah aus, als wäre ihr diese Frage peinlich, aber trotzdem auch wichtig. Nachdem die dunkelgraue Schülerin verschiedene Sachen ausprobierte, starrte sie schließlich über mich hinweg. Aha. Das ist mein endgültiger Beweis. Sie ist verliebt in Abendpfote! Dachte ich triumphierend. Ich bekam aber auch Mitleid und beschloss ihr aus dieser Situation raus zu helfen. "Abendpfote geht es glaube ich ganz gut. Wir drei sollten echt mal was zusammen machen", meinte ich und ignorierte ihr seltsames Verhalten. Ich war drauf und dran hinzuzufügen: Aber wenn du bei ihm bist geht es ihm bestimmt besser. Ich ließ es dann aber lieber sein und schaute die Kätzin erwartungsvoll an.