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Am frühen Abend

[Chat zwischen Eichenzweig und Sperlingflug]

Die Sonne war bereits hinter dem Horizont verschwunden und hatte ihre wärmenden Strahlen mit sich genommen. Nun brach Kälte über das Lager des FunkelClans hinein. Noch hatte die Nacht jedoch nicht ihre dunklen Schwingen über den Himmel ausgebreitet. So war das Himmelszelt weiterhin in ein helles blau getaucht, auch wenn in der Ferne bereits die Finsternis lauerte.
Sperlingflug war gerade erst von einer kleinen persönlichen Jagd zurück gekehrt. Aus ihrem Mund baumelten zwei Mäuse und ein Sperling, welche sie auf den Frischbeutehaufen legte, sobald sie diesen erreicht hatte.
Daraufhin sah sie sich im Lager um. Nun war die Zeit eingetroffen an der viele zurück ins Lager kamen, sich etwas Beute nahmen und gemeinsam über die Geschehnisse des Tages plauderten. Ganz gewiss eine von Sperlings Lieblingszeiten. Nun kam das Lager zu Ruhe und die Turbulenzen des Tages legten sich. Die Kriegerin sah zum Bau des zweiten Anführers, sie hatte Eichenzweig, ihren Gefährten, den ganzen Tag über kaum gesehen. Daher wollte sie nun nach ihm schauen.

Eichenzweig war den ganzen Tag jagen gewesen, bis kurz nach Sonnenhoch, dann war er zurückgekehrt, mit weniger ausbeute als erwünscht und hatte sich zunächst in seinen Bau zurückgezogen, trat nun aber aus diesem, denn er hatte sich lang genug zurückgezogen, lang genug gegrübelt, ein weiteres mal ohne antworten zu finden, die zufriedenstellend waren. Es war ein anstrengender Tag gewesen, aber auch ein schöner, da er tatsächlich mal eine Zeitlang seine ruhe gehabt hatte, zeit für all die unnötigen Gedanken, die sich über die Zeit aufstauten. Nun aber schweifte sein ruhiger Blick über seinen Clan, seine Clangefährten, seine Freunde, bevor er Sperlingflug am Frischbeutehaufen erblickte und ihn ein warmes Gefühl durchströmte, jenes, dass man nur für seine Liebsten empfinden konnte. Ein schnurren drang in seiner Kehle hoch, als er sie da so stehen sah, seine Gefährtin, so schön wie an dem Tag, als er sein Herz an sie verloren hatte. Einige Momente lang starrte er sie einfach nur an, glücklich, allein bei ihrem Anblick ehe er sich in Bewegung setzte, auf seine Gefährtin zu.

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Sperlingflug hatte bereits zum Bau ihres Gatten geblickt, sie sah ihn jedoch erst als er aus dem Spalt hinaus trat. Sein langes und flauschiges, maisfarbenes Fell hob sich sichtlich von dem grauen und etwas trostlosem Höhlengestein ab. Ein breites Lächeln zog sich über die Lippen der Katze. Es erschien am Anfang ihrer Beziehung etws surreal für die Kriegerin, dass ihr Gefährte der zweite Anführer des Clans war. Stets hatte sie angenommen, dass er mit einer der Klettermeisterinnen oder einer der Ordnerinnen zusammen sein würde. Wer sich zuerst in den jeweils anderen verliebt hatte war Sperling nicht bekannt, doch es erschien ihr auch nicht sonderlich wichtig, was wirklich für sie zählte war, dass Eichenzweig ihre Liebe erwidert hatte. Leichtfüßig lief sie in Richtung des Baus, mit jedem Schritt wurde ihr etwas wärmer ums Herz. Zwar war es vollkommen normal, dass Sperlingflug ihren Gefährten an manchen Tagen kaum bis gar nicht sah, schlussendlich hatte er ja auch sehr viel mehr Pflichten als sie selbst, dennoch war ihr nie vollkommen wohl wenn diese Tage eintrafen. Sie wusste, dass Eichenzweig natürlich auf sich selbst aufpassen konnte, Sorgen traten dennoch ab und an in ihr auf.

Laut schnurrend kam der Kater bei seiner Gefährtin an und leckte ihr zur Begrüßung liebevoll über den Kopf. "Sperlingflug! Wie schön dich zu sehen, meine Liebe." miaute er sichtlich erfreut, ebenso schwang die Liebe und Zuneigung, welche er für Sperlingflug empfand, durch denn wie sollte es auch anders sein wenn man nach einem anstrengenden Tag endlich die Person traf, die man liebte. Die Person, mit der man am liebsten Tag und Nacht zusammen war und sich niemals trennte. Diese eine Person, welcher das eigene Herz gehörte. Und für ihn gab es nur eine einzige Person, die all das und so viel mehr für ihn war. Nur eine Person, für die er wirklich alles tun würde, die ihm alles bedeutete. Nämlich Sperlingflug, seine Gefährtin, die Liebe seines Lebens. So ruhig der Kater normalerweise war, so sehr Blüte er in ihrer Nähe auf. Er fühlte sich wohl, fühlte sich geborgen, fühlte sich zuhause. Sie gab ihm das Gefühl nicht allein zu sein, das Gefühl jemanden zu haben, mit dem man alles teilen konnte, der aber ebenso dasselbe Vertrauen und dieselbe zuneigungen zu einem selbst empfand. Eichenzweig wusste, wie glücklich er sich schätzen konnte, dass seine Liebe erwidert wurde, denn er kannte auch ganz anderes. Wenn man jemanden liebte, dessen Herz aber jemand anderem galt... nun, er war sehr froh, dass nicht selbst erleben zu müssen, sondern Sperlingflug gefunden zu haben. //Ich bin ein verdammter Glückspilz, dass Ich Sperlingflug gefunden habe//

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